Wer Kartenspiele mag, wird Poker lieben. Allerdings kann es auf Dauer recht eintönig werden, immer nur mit den gleichen Freunden und Bekannten 1x im Monat abends am Küchentisch zu spielen. Zugegeben, die Geselligkeit ist hier natürlich groß geschrieben, aber der Reiz und der Nervenkitzel eines Turniers kann so nicht einmal ansatzweise nachgestellt werden. Für eine Partie Poker in einem der Spielcasinos fehlt den Allermeisten das nötige Kleingeld und auch die Zeit. Also bleibt nur eine Alternative übrig: Onlinepoker.
In den letzten Jahren sind immer mehr Onlinepokerräume und online Casinos wie Pilze aus dem Boden geschoßen. Die meisten davon sind gut bis sehr gut, manche sollte man lieber meiden. Je nachdem, wie die eigenen Gelüste liegen, kann man sich zwischen mehreren verschiedenen Pokerarten entscheiden. Am besten probiert man einfach alle eine Zeit lang durch, bis man eine Variante findet, die einem am ehesten zusagt. Zur Auswahl stehen primär Texas Hold’em, Omaha, 7-Card-Stud, Omaha Hi/Lo, Razz und 5-Card-Draw. Jede Variante hat ihre Vorzüge und Nachteile, deshalb kommt man um das Testen nicht herum, wenn man eine gute Entscheidung treffen möchte.
Die Pokervariante “Razz” ist eine ganz spezielle Form des Pokerns. Hier geht es nicht, wie sonst üblich, um die beste Hand, sondern um die schlechteste. Während bei den anderen Pokervarianten der sogenannte “Royal Flush” das höchstmögliche Blatt ist, ist es bei Razz am besten, wenn man überhaupt nichts auf der Hand hat. Der sichere Sieg gehört einem schon fast, wenn man die Karten As/Zwei/Drei/Vier/Fünf auf der Hand hat. Versiertere Spieler werden jetzt denken: “Aber das ist doch ein Straight und ein hochwertiges Blatt!” Das ist richtig. Allerdings gilt das nicht bei Razz. Bei Razz zählt das As als niedrigste Karte, der Rest zählt entsprechend der aufgedruckten Zahl, wie man es bei anderen Pokerarten gewohnt ist. Ein Straight wird beim Razz nicht gewertet.
Erstaunlicherweise erhält man bei dieser Pokervariante sehr viel häufiger gute Hole Cards (Starthände) als bei anderen. Das mag daran liegen, daß es einem nur so vorkommt. Die Allermeisten werden aber über kurz oder lang beim Texas Hold’em hängen bleiben. Das ist die beliebteste Variante und wird durch die Medien sehr stark propagiert. Hier muß man, sofern man um echtes Geld spielen möchte, sehr genauso auswählen, an welchen Tisch man gehen möchte, um zu spielen. Idealerweise sucht man sich einen Tisch, bei dem man durch die öffentlichen Statistiken sehen kann, daß mehrere Anfänger dort sitzen. Spielt man an einem Tisch mit mehreren Profis, kann man sich sicher sein, daß der eigene Chipstapel sehr bald ins Nichts verschwunden ist.
Am besten nimmt man sich, gerade wenn man Echtgeldspieler werden möchte, viel Zeit, um die grundlegenden Pokerstrategien zu studieren. Es macht keinen Sinn, völlig unvorbereitet in die Pokerschlacht zu ziehen, weil man dann absolut sicher sein Geld verlieren wird. Empfehlenswert ist es, sich in der ersten Zeit von den so genannten “Ringgames” fernzuhalten. Dort sitzen sehr viele starke Spieler, was die eigenen Gewinnchancen als Anfänger gegen 0 drückt. Viel beßer geeignet sind Freeroll-Turniere, bei denen man als Anfänger sehr viel Erfahrung sammeln kann, ohne sein eigenes Geld riskieren zu müßen. Die andere Alternative dazu ist, sich erst einmal viel Spielpraxis mit Spielgeldspielen zu sammeln, bevor man sich an die Echtgeldtische wagt. Das Niveau steigt im übrigen mit den Blinds an den jeweiligen Tischen. Mit viel Zeit, übung und dem Willen, sein Spiel stetig zu verbeßern, wird man unter Umständen irgendwann auch einmal zum Profi, und das wollen ja bekanntlich alle werden. Mit Poker läßt sich sehr viel Geld verdienen, allerdings nur für die besten Spieler der Pokerwelt.












